Das Rückgrat und die Muskeln geben dem Körper Halt und ermöglichen die freie Bewegung nach vorne und zur Seite (Drehung oder Rotation). Zusätzlich schützt die Wirbelsäule hochsensible Nervenstränge (=das Rückenmark).
Durch eine gesunde Lebensweise und sportliche Aktivität kann man Rückenschmerzen vorbeugen. Besonders geeignet sind Sportarten, die die Ausdauer fördern und den Rücken dabei nicht belasten
(z.B. Schwimmen).
Darüber hinaus helfen einfache Bewegungsübungen den Rücken zu stärken, beweglich und gesund zu halten. Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann Ihnen verschiedene Sitz- und Stehtechniken zeigen, die effizient sind und trotzdem ganz einfach angewendet werden können.
Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, Übergewicht zu vermeiden, das vor allem den Rücken sehr stark belastet.
Rückenschmerzen kennen die meisten Menschen aus eigener Erfahrung. Vier von fünf Erwachsenen leiden zumindest zeitweise darunter. Somit gehören Rückenschmerzen zu den so genannten "Volkskrankheiten".
Die Medizin unterscheidet drei verschiedene Arten von Rückenschmerzen:
• plötzlich auftretender Rückenschmerz (=Hexenschuss)
• chronischer Rückenschmerz
• Kreuzschmerz, der bis in die Beine zieht
Die Art des Schmerzes gibt der Ärztin/ dem Arzt einen ersten Anhaltspunkt zur Bestimmung der möglichen Schmerzursache.
Eine präzise Diagnose zu treffen, ist gerade bei Rückenschmerzen nicht immer ganz einfach. Jedoch ist es wichtig, eine Ärztin/einen Arzt zu konsultieren, denn ohne richtige Behandlung kann sich ein Rückenleiden verschlimmern und chronisch werden. Die Ärztin/der Arzt wird bei der Diagnose die Krankengeschichte sorgfältig erheben und dabei eventuelle Begleiterkrankungen erfassen. Der Beruf – ob man viel sitzt oder steht oder Schwerarbeiter ist etc. – ist für die richtige Diagnose ebenfalls bedeutsam. Eine gründliche körperliche Untersuchung ist also notwendig, um eine richtige Diagnose stellen und die Schmerzen gezielt behandeln zu können.
Die Ärztin/der Arzt wird nach der Diagnose eine geeignete Behandlung vorschlagen, wobei die Ursache und das Ausmaß der Beschwerden berücksichtigt werden. Die Ärztin/der Arzt wird versuchen, eine Balance zwischen einer medikamentösen Behandlung und einem Übungsprogramm zu finden. Die Therapie mit Medikamenten und Übungen wird auf jeden Patienten individuell abgestimmt. Es liegt dann an der Patientin/am Patienten die verordnete Behandlung auch tatsächlich konsequent durchzuführen.